Eine strukturierte Einschätzung über sieben Kategorien, insgesamt 0 bis 100 Punkte. Der Score ist eine Meinung auf Basis der unten verlinkten Quellen, keine Auszahlungswahrscheinlichkeit und keine Garantie.
Die Auszahlungs-Staffel ist öffentlich und nachrechenbar, ein seltener Pluspunkt (Bedingungen und Rechenbeispiel unten). Was eine Auszahlung auslöst, ist aber je Engagement privat: kein öffentliches verbindliches Wording, kein Ereigniskatalog. Ein Team kann seine Terms verhandeln, das ist Kontrolle, aber niemand außen kann prüfen, was vereinbart wurde.
Sherlock sagt selbst, die Verfügbarkeit der Mittel sei nicht garantiert, und die aktuelle Deckung ist off-chain und unprüfbar: Der oben live ablesbare V2-Pool hält nur einen Bruchteil früherer Reserven. Der $500k-Deckel hält das Versprechen klein; der Euler-Payout belegt, dass Auszahlungsfähigkeit historisch existierte.
Die UMA-Eskalation ist die unabhängigste oberste Instanz am Markt, und der Euler-Fall beweist, dass die Pipeline Millionen bewegen kann. Abzüge: Die ersten beiden Instanzen sind Sherlock-intern, Eskalation kostet rund $15k, und eine öffentliche Claims-Datenbank fehlt.
Die Builder-Frage: Erreicht die Auszahlung die Nutzer des Protokolls? Bei Shield geht sie ans Team, ohne Weitergabe-Pflicht, und Sherlock sagt selbst, Nutzer sollten nicht mit Entschädigung rechnen. Ehrlich von Sherlock, aber für ein Team, dessen Ziel die Entschädigung seiner Nutzer ist, verspricht Shield dieses Ergebnis nicht. Lesehilfe: Wer rein einen Treasury-Backstop gebündelt mit dem Audit kauft, nicht Nutzer-Schutz, liest diese Kategorie (und die Nutzer-Transparenz) als nicht anwendbar statt als Mangel; der Vergleich läuft dann über die anderen fünf Kategorien.
Der Auditor versichert sein eigenes Audit: gute Anreize vor dem Launch, ein Interessenkonflikt im Claim-Fall. Sherlock hat volle Diskretion über die Plattform-Teilnahme und besetzt das Komitee; das 4-von-7-Multisig ist eine echte, aber begrenzte Kontrolle.
Anzuerkennen: Anders als bei einer Discretionary Mutual gibt es einen echten bilateralen schriftlichen Vertrag zwischen Sherlock und dem Protokoll-Team, für diese Gegenpartei tatsächlich besser durchsetzbar. Gedeckelt, weil die Terms privat sind, ausdrücklich keine Versicherung und eine Zahlungsgarantie ausschließen.
Die Audit-Seite ist radikal transparent, die Cover-Seite das Gegenteil: Die Nutzer eines gedeckten Protokolls können weder Terms noch Kapital noch Claims prüfen. Nur die Score-Staffel ist öffentlich. Die Lücke zeigt: Das ist eine Entscheidung, und sie belastet die Wertung.
Keine vollständigen öffentlichen Produktbedingungen: Die Deckung läuft über private Vereinbarungen je Engagement. Nach Raccoon-Methodik allein schon eine automatische Warnung.
Keine öffentliche Information über das Kapital hinter den Auszahlungen, und Sherlock selbst schließt garantierte Mittel-Verfügbarkeit aus: die zweite automatische Warnung.
Der Euler-Payout 2023 zehrte laut Presse rund 90% der Reserven auf; den aktuellen Stand des Staking-Pools zeigt die Live-Kachel oben. Das alte Kapitalmodell ist faktisch am ersten Großschaden gestorben.
Die ersten beiden Claims-Instanzen (Bounty Judge, Claims Committee) sind Sherlock-intern oder von Sherlock besetzt; Unabhängigkeit beginnt erst bei UMA, hinter rund $15k Eskalationsgebühr.
Endnutzer haben nie einen Anspruch: Auszahlungen gehen an Protokoll-Teams, und Sherlock warnt ausdrücklich davor, dass Nutzer mit Entschädigung rechnen.
Der Auditor versichert sein eigenes Audit: Zahlt Sherlock bei einem gedeckten Exploit, zahlt es für den eigenen Fehler. Das richtet Anreize vor dem Launch gut aus, schafft aber einen Interessenkonflikt bei der Claims-Bewertung.
Punkte, die diese Analyse nicht verifizieren konnte. Wer nennenswertes Cover kauft, sollte sie vorher klären.
Analyse per 2026-07-16. Keine Verbindung zu Sherlock. Nur zur Information, keine Rechts-, Anlage- oder Versicherungsberatung.